Johann Andreas Rothe (1688-1758)

Rothe was Luthers predikant in Duitsland. In het begin gingen de Hernhutters bij hem ter kerke in Berthelsdorf.

Rothe dichtte dit lied in 1727.

Ich habe nun den Grund gefunden

1. Ich habe nun den Grund gefunden,

Der meinen Anker ewig hält.

Wo anders als in Jesu Wunden?

Da lag er vor der Zeit der Welt,

Der Grund, der unbeweglich steht,

Wenn Erd’ und Himmel untergeht.

 

2. Es ist das ewige Erbarmen,

Das alles Denken übersteigt;

Es sind die offnen Liebesarme

Des, der sich zu dem Sünder neigt,

Dem allemal das Herze bricht,

Wir kommen oder kommen nicht.

 

3. Wir sollen nicht verloren werden,

Gott will, uns soll geholfen sein;

Deswegen kam der Sohn auf Erden

Und nahm hernach den Himmel ein;

Deswegen klopft er für und für

So stark an unsre Herzens Tür.

 

4. O Abgrund, welcher alle Sünden

Durch Christi Tod verschlungen hat!

Das heißt die Wunde recht verbinden;

Da findet kein Verdammen statt;

Weil Christi Blut beständig schreit:

Barmherzigkeit, Barmherzigkeit!

 

5. Darein will ich mich gläubig senken,

Dem will ich mich getrost vertraun

Und, wenn mich meine Sünden kränken,

Nur bald nach Gottes Herzen schaun;

Da findet sich zu aller Zeit

Unendliche Barmherzigkeit.

 

6. Wird alles andre weggerissen,

Was Seel’ und Leib erquicken kann;

Darf ich von keinem Troste wissen

Und scheine völlig ausgetan;

Ist die Errettung noch so weit:

Mir bleibet doch Barmherzigkeit.

 

7. Beginnt das Irdische zu drücken,

Ja häuft sich Kummer und Verdruß,

Daß ich mich noch in vielen Stücken

Mit eitlen Dingen mühen muß;

Wird ich dadurch oft sehr zerstreut,

So hoff' ich doch Barmherzigkeit.


8. Muß ich an meinen besten Werken,

Darinnen ich gewandelt bin,

Viel Unvollkommenheit bemerken,

So fällt wohl alles Rühmen hin;

Doch ist auch dieser Trost bereit:

Ich hoffe auf Barmherzigkeit.

 

9. Es gehe mir nach dessen Willen,

Bei dem so viel Erbarmen ist.

Er wolle selbst mein Herze stillen,

Damit es dies nur nicht vergißt;

So stehet es in Lieb’ und Leid

In, durch und auf Barmherzigkeit.

 

10. Bei diesem Grunde will ich bleiben,

Solange mich die Erde trägt.

Das will ich denken, tun und treiben,

Solange sich ein Glied bewegt.

So sing ich einst auch nach der Zeit:

O Abgrund der Barmherzigkeit!

Ik heb de vaste grond gevonden

1. Ik heb de vaste grond gevonden,

Waarin mijn anker eeuwig hecht:

De grond in Jezus’ bloed en wonden,

Vóór ’s werelds aanvang reeds gelegd.

Die grond zal onverwrikt bestaan,

Schoon aard’ en hemel ondergaan.

 

2. Die grond is ’t eindeloos erbarmen,

Dat al ons denken overtreft,

Van Hem Die met Zijn vaderarmen

Ons, arme zondaars, opwaarts heft;

Die op ons diep meêdogend ziet,

Al achten wij Zijn roepstem niet.

4. O afgrond, waarin alle zonden

Verzinken en niet meer bestaan!

O diep geheim van Christus’ wonden;

Het oordeel is te niet gedaan!

O Heer’, Uw bloed roept voor altijd:

Barmhartigheid, barmhartigheid!

 

5. Daarop wil ik gelovig bouwen,

Gerust, getroost, wat mij weêrvaart,

En m’ aan Gods vaderhart vertrouwen,

Wanneer mijn zonde mij bezwaart.

Steeds vind ik dáár m’ opnieuw bereid

Oneindige barmhartigheid.

 

6. Wordt m’ alles op deez’ aard’ ontnomen,

Wat blijdschap en genoegen schenkt;

Mag zelfs geen enk’le troostbron stromen,

Wier lavend vocht mijn ziele drenkt;

Schijnt hoop op redding mij ontzeid:

Toch blijft mij Gods barmhartigheid.

© 2016 by Ruth Pieterman (RuthInterpres)