Christian Gregor (1723-1801)

Ach, mein Herr Jesu,

wenn ich Dich nicht hätte

1. Ach, mein Herr Jesu! wenn ich dich nicht hätte,
Und wenn dein Blut nicht für die Sünder redte,
Wo wollt’ ich Ärmster unter den Elenden 
Mich sonst hinwenden? 

2. Ich wüsste nicht, wo ich vor Jammer bliebe;
Denn wo ist solch ein Herz, wie deins, voll Liebe?
Du, du bist meine Zuversicht alleine;
Sonst weiß ich keine! 

3. Die Summe deiner köstlichen Gedanken

Voll Langmut, voller Huld und ohne Wanken,

Beugt meine Seel’ zum Staub und ist daneben

Mein Trost und Leben.

 

4. Ich bin in Wahrheit eins der schlecht’sten Wesen,

Das du dir, lieber Heiland, hast erlesen,

Und was du thust, das sind Barmherzigkeiten

Auf allen Seiten.


5. Hätt’st du dich nicht zuerst an mich gehangen,
Ich wär’ von selbst dich wohl nicht suchen gangen;
Drum sucht’st du mich und nahmst mich voll Erbarmen 
In deine Armen.

6. Nun dank’ ich dir vom Grunde meiner Seelen,
Dass du nach deinem ewigen Erwählen
Auch mich zu deiner Blutgemeinde brachtest 
Und selig machtest. 

7. Hör niemals auf, dich so zu offenbaren,

Wie war’s bis an den heutgen Tag erfahren;

Verherlichte an uns, Herr, deinen Namen 

Ohn Ende! Amen. [dit vers van F.W. Neisser]

O Heere Jezus,

als ik U moest derven

1. O Heere Jezus, als ik U moest derven,

Als ik niet wist dat Gij voor mij woudt sterven,

Waarheen zou ’k, arme, in al mijn ellenden,

Mij dan toch wenden?

2. Als ik gebukt ga onder smart en lijden,

Kan van Uw liefde niets mij immer scheiden;

Gij, Gij alleen zult steeds mijn toevlucht wezen;

Niets heb ’k te vrezen.


4. ’k Was door mijn zonden verre afgeweken;

Toch wou Uw liefde tot mijn ziele spreken

Van Uw genade en barmhartigheden,

Gist’ren en heden.

5. Gij hebt U Zelf het eerst aan mij gebonden;

Ja, ’k heb verlossing in Uw bloed gevonden.

Gij zocht mij teder, naamt mij vol erbarmen

In Uwe armen.

6. ’k Laat nu, o Heer’, mijn innigst danklied horen;

Gij hebt in liefde eeuwig mij verkoren,

In Uw gemeente mij een plaats gegeven!

Zalig dat leven.

7. Blijf, trouwe Heer’, aan mij U openbaren,

Zoals ’k tot hiertoe heerlijk mocht ervaren;

Wil tot Uw eer mij meer en meer bekwamen,

Eeuwiglijk, amen!

© 2016 by Ruth Pieterman (RuthInterpres)